Freiwillige Feuerwehr Würzburg Löschzug 1


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2003

Archiv > Ereignisse

27. Juli 2003 17:49


Probe-Feuer beim Bühnenaufbau

WÜRZBURG Die Bühnenaufbauarbeiten für ein großes Konzert in der Carl-Diem-Halle laufen auf Hochtouren. Plötzlich bricht Feuer aus, im Hallenbereich entsteht eine starke Rauchentwicklung: Großübung der städtischen Freiwilligen Feuerwehr in der Carl Diem Halle vergangenen Freitag.

Für Schaulustige war es ein spektakuläres Schauspiel, für die Einsatzkräfte der Feuerwehr und des Technischen Hilfswerks (THW) Probe des Ernstfalls. In nur wenigen Sekunden versperrt dichter Rauch die Sicht, für mehrere Bühnenarbeiter und Hallenwarte gibt es kein Entkommen. Die Feuerwehr wird alarmiert. In wenigen Minuten erscheint sie vor Ort.

Mit Atemschutzgeräten und Gasmasken gewappnet, erkämpfen sich die Feuerwehrleute ihren Weg durch den dichten Rauch. Generalangriff auf den Brandherd! Immer wieder rufen die Männer: "Hallo - ist da jemand?"
Per Funk dirigiert der Einsatzleiter, der sich zuvor ein Bild vom Unfallort gemacht hat, die beteiligten Feuerwehrleute. Unterdessen hat sich der Brand an verschiedenen Stellen der Halle ausgeweitet: Verletzte müssen unter anderem vom Dachboden und aus dem Heizungskeller geborgen werden. Systematisch wird jeder Raum durchsucht, danach wird das Ergebnis an den Einsatzleiter zurückgemeldet. Schließlich muss er wissen, wo sich seine Leute befinden.

Als sehr schwierig erweist sich die Bergung vom Dachboden: Krabbelnd, tastend und schwer atmend müssen die Feuerwehrleute den Weg nach oben suchen. Jede Minute zählt, zumal der Sauerstoff im Atemschutzgerät nur zirka 15 Minuten unter extremer Belastung ausreicht; im Normalfall reicht er 30 Minuten.

Um die Arbeit der Feuerwehrleute zu erleichtern, sind Mitarbeiter des herbeigerufenen Technischen Hilfswerks (THW) auf das Dach der Halle geklettert, haben mit einem Presslufthammer ein Loch gebohrt, damit der Rauch entweichen kann.

Dieser Einsatz war lediglich eine Übung der Freiwilligen Feuerwehr Würzburg. Ein Nebelgerät sorgte für den realitätsnahen Hintergrund.

Ausgerückt waren an diesem Freitagabend 82 Feuerwehrleute aus den Stadtteilen Sanderau, Heidingsfeld, Grombühl und der Zellerau. Im Einsatz war auch ein 30 Mann starkes Team des THW. Insgesamt 16 Fahrzeuge wurden eingesetzt.

So wie im Ernstfall bestand die Aufgabe der Einsatzkräfte in einem umfassenden Löschangriff. Die Gefahr für Mensch und Natur sollte minimiert werden.

Zufrieden mit dem Ergebnis war Übungsleiter Klaus-Dieter Schulz. Besonders erfreut war man über die gemeinsame Übung mit dem THW. Bei größeren Einsätzen müssen die Feuerwehr und das THW ohnehin zusammenarbeiten. "In der letzten Zeit haben wir kaum geübt", sagte Christian Schulz. Um die Arbeit zu optimieren, sei das gemeinsame Proben deshalb wichtig, so der für die Öffentlichkeitsarbeit zuständige Brandmeister.

Gideon Zoryiku

Quelle: Main Post

16. September 2003 17:16


Immer auf dem neuesten Stand der Technik





Bild: Günter Moritz


Würzburg (SDI) Für die Würzburger Freiwillige Feuerwehr gibt es dieser Tage Grund zum Feiern: Im September feiert der Löschzug 1 Stadtmitte sein 100-jähriges Jubiläum. Zu diesem Anlass ein kleiner historischer Rückblick.

Gegründet wurde der Löschzug am 22. September 1903 als Bezirksfeuerwehr Pleich unter der Zugführung von August Mock. Im Juni 1947 wurde sie in "Löschzug 1 Stadtmitte" umbenannt und neu aufgestellt.

In den Nachkriegsjahren behoben die Feuerwehrleute die Kriegsschäden am Gerätehaus. Der Löschzug erhielt in den Jahren 1973 und 1974 je ein Tanklösch- und Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF).
In den folgenden Jahren wurden die Überlegungen und Planungen laut, die Löschzüge 1 Stadtmitte und 2 Grombühl in ein gemeinsames Haus in der Ständerbühlstraße unterzubringen. Die selbst finanzierte Standarte erhielt noch vor dem Umzug im Mai 1979 in der Heiliggeistkirche ihre Weihe.

Schließlich wurde auch das neue Gerätehaus im Oktober des selben Jahres an die beiden Löschzüge übergeben und feierlich eingeweiht. Das im Laufe der Zeit zu klein gewordene Tanklöschfahrzeug, TLF 8 ersetzte man 1982 durch ein größeres und leistungsfähigeres TLF 16/24 mit Wassertank.

Das 80-jährige Bestehen wurde 1983 drei Tage lang gefeiert. Der Zug erhielt vom Stadtbrandmeister Jürgen Hellwig eine von ihm verfasste Chronik. Mit 80 fördernden, passiven und aktiven Mitgliedern fuhr der Löschzug 1984 nach Österreich und nahm dort an einer Vergleichsübung mit ortsansässigen Wehren teil. Weil die Anforderungen an den aktiven Feuerwehrdienst weiter gestiegen waren, bekam das TSF im Jahr 1993 ein Funkgerät. 1997 wurde das TSF gegen ein gebrauchtes Löschfahrzeug, LF 8/8, ausgetauscht.

Am 20. September 1998 rief der amtierende Zugführer Fred Koch eine Jugendgruppe ins Leben. Sofort waren 15 Jugendliche ab acht Jahren aktiv dabei. Den bisher größten gemeinsamen Ausflug gab es Ostern 1999. 100 Feuerwehr-Mitglieder fuhren damals für vier Tage an den Gardasee.

2001 hielt auch das Internet Einzug im Löschzug. Nun kann die Feuerwehr auch über die Internet-Adresse www.ffw-loeschzug1.de besucht werden. Aktualisiert wird die Homepage durch Günter Moritz. Im Herbst wurde das TLF 16/24 ausgemustert und durch ein LF 16/12 ersetzt.

Mit derzeit 22 Männern und einer Frau ist der Löschzug 1 Stadtmitte rund um die Uhr einsatzbereit.
Drei Fahrzeuge, je ein Löschfahrzeug 16/12 und 8/8 sowie ein Mehrzweckkraftwagen stehen zur Verfügung.
Die Führung des Löschzuges liegt seit Juni 2003 in den Händen von Daniel Schweizer und Norbert Moritz.



Die historische Aufnahme zeigt das alte Feuerwehrhaus.


Das Festprogramm:

Freitag, 19. September:
ab 19 Uhr Festkommers mit Kirche für
geladene Gäste im Bürgerspital.
Samstag, 20. September:
Von 10 bis 15 Uhr Uhr Jubiläumsfeier am
Unteren Markt mit der Ranzengarde,

Fahrzeugschau und Löschvorführungen.








Bild: Feuerwehr Archiv

Quelle: Main Post


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