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2004

Archiv > Ereignisse

Feuerwehr im Dauereinsatz

01. Januar 2004 17:49 Uhr

Silvesternacht: Feuerwehr im Dauereinsatz:

Würzburg Für die Bewohner der Sedanstraße 18 in der Zellerau war der Start ins neue Jahr
alles andere als gut. Während der Großteil der Würzburger einen ruhigen Jahreswechsel erlebte, fing in dem Mehrfamilienhaus der Dachstuhl Feuer und brannte völlig aus. Der Schaden wird auf knapp 250 000 Euro geschätzt. Außerdem wurden zwei Anwohner leicht verletzt.

Auch zu einem Kellerbrand in der Textorstraße sowie zu einem schweren Verkehrsunfall in der Sanderglacistraße musste die Feuerwehr in der Nacht zum Donnerstag ausrücken.

Foto: Daniel Staffen

Dass es ein friedlicher Jahreswechsel gewesen sei, bei dem es so wenige Verletzte wie in der jüngsten Vergangenheit noch nie gegeben habe, sei hauptsächlich den Maßnahmen der Stadt zu verdanken, waren die Einsatzkräfte am Tag danach überzeugt. Die Stadt hatte nämlich für Teile der Innenstadt ein Böller- und Glasverbot erlassen. "Dieses Paket hat gegriffen. Wir hatten rund zehn Patienten zu versorgen. Die Jahre zuvor waren es an die 50", erklärt Sanitätsdienst-Einsatzleiter Michael Leuber.

"Zum ersten Mal seit Jahren gab es um den Vierröhrenbrunnen keinen Scherbenteppich mehr", so Leuber. Auch die in den vergangenen Wochen des öfteren ausgesprochene Befürchtung, dass sich die feiernden Massen wegen des Verbotes in Richtung Festung verlagern würden, sei nicht eingetreten.

Wesentlich weniger ruhig war die Nacht für die Feuerwehr. Beim Brand in der Sedanstraße konnte der Dachstuhl nicht mehr gerettet werden. "Der brannte schon lichterloh, als wir ankamen", so ein Feuerwehrmann vor Ort. 24 Berufsfeuerwehrmänner und 16 Freiwillige machten sich um 030 Uhr daran, ein Übergreifen des Feuers auf angrenzende Häuser zu verhindern. Die Hausbewohner wurden evakuiert und in einem Bus von Notfallseelsorgern betreut. Nachdem der Brand gelöscht war, wurden Teile des ausgebrannten Dachs per Kran auf die Straße gehoben. Bis um fünf Uhr morgens waren die Feuerwehrleute hier mit Kettensägen zu Gange.

Glimpflicher ging ein Kellerbrand in einem Hotel in der Textorstraße aus. Gegen 045 Uhr verständigte ein Passant die Rettungskräfte. Als die Feuerwehr eintraf, schlugen aus der Kellerluke bereits Flammen. Das Feuer wurde schnell unter Kontrolle gebracht. Wegen des dichten Rauchs mussten zwei Personen gerettet werden. Ein nennenswerter Sachschaden entstand dabei nicht. Als Brandursache vermutet die Feuerwehr in beiden Fällen Feuerwerkskörper.

Am Alten Kranen brannten Mülltonnen, ebenso in der Schönborn- und in der Eichhornstraße.

Zu einem Unfall in der Sanderglacistraße wurde ebenfalls die Feuerwehr gerufen. Die 21-jährige Fahrerin kam am Silvesterabend gegen 22 Uhr mit ihrem Pkw nach rechts von der Fahrbahn ab. Das Auto wurde von einer Holzlatte durchbohrt. Die junge Frau und ihre drei Mitfahrer blieben unverletzt. Das demolierte Auto fing kurze Zeit später Feuer.

Zeugen sucht die Polizei wegen einer Sachbeschädigung am Place de Caen. Gegen 030 Uhr warfen zehn Jugendliche Feuerwerkskörper gegen eine Gaststättenscheibe. Auch eine Schreckschusswaffe wurde abgefeuert. Der Schütze ist etwa 16 Jahre alt, 1,80 Meter groß, schlank, hat kurze Haare und trug eine schwarze Lederjacke. Gegen 040 Uhr ging auch die Eingangstür eines Blumenladens zu Bruch. Die Polizei erbittet Hinweise unter Tel. (09 31) 5 47 15 30.





Foto: Norbert Schwarzott / Foto:Polizei

Quelle: Main Post

 



In allen Lagen einsetzbar

22. Februar 2004

In allen Lagen einsetzbar

Würzburg (mr) 22 Frauen und Männer der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt haben bei der Abschlussprüfung zum "Truppmann Teil I" ihr Können unter Beweis gestellt. Drei Monate intensiver Schulung haben sich gelohnt: Die 16- bis 22-Jährigen können nun die Einsatzmannschaften tatkräftig unterstützen. Viele der Prüfungsteilnehmer verrichteten ihren Dienst bereits in den Jugendfeuerwehren. Vor der Prüfung gab es 96 Stunden Unterricht in Theorie und Praxis, die die Grundtätigkeiten eines Feuerwehrmannes vermittelten. Besonderes Interesse fanden die Themen Menschenrettung aus allen möglichen Unglückslagen. Den Abschluss der Ausbildung bildete die praktische Prüfung in den Räumen der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät der Universität am Wittelsbacher Platz. Unter der Federführung von Ausbildungsleiter Hauptbrandmeister Norbert Moritz mussten die Prüflinge Szenarien wie Kellerbrand oder Höhenrettung bewältigen. Unterstützt wurden die Teilnehmer von 17 Feuerwehrmännern, welche am gleichen Tage ihre Prüfung zum Truppmann Teil II absolvierten.

Norbert Schneider, Stadtbrandinspektor und Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Würzburg-Stadt, konnte allen Teilnehmern das Zeugnis überreichen.


Foto: Johannes Martin
Quelle: Main Post

 



Zimmerbrand

27. Februar 2004 20:24

ZELLERAU (ELLA) In einem Mehrfamilienhaus in der Frankfurter Straße kam es in der Nacht zum Freitag zu einem Zimmerbrand.

Gegen 00:20 Uhr brach das Feuer in der Wohnung von zwei 19-jährigen Frauen aus, heißt es im Polizeibericht. Eine der Beiden wachte in der Nacht auf, als es plötzlich einen lauten Knall gab.
Sie weckte ihre Freundin und beide verließen zusammen das Haus.

Durch die kurz darauf eintreffende Polizei wurde das Anwesen geräumt. Die Berufsfeuerwehr hatte das Feuer rasch unter Kontrolle, der Brandausbruch konnte zweifelsfrei auf das Badezimmer lokalisiert werden. Aufgrund der großen Hitze platzte eine an der Decke verlegte Wasserleitung. Der Schaden wird auf mehrere 10 000 Euro geschätzt.

Quelle: Main Post

 



Brand in Recyclinghalle

23. März 2004 20:14

Brand in Recyclinghalle

dürrbachau (mr) In der Nacht zum Dienstag wurden kurz nach 130 Uhr Berufsfeuerwehr und Freiwillige Feuerwehr Unterdürrbach zu einem Brand in die Recyclingfirma Recotex in die Friedrich-Koenig-Straße gerufen. In einer Halle brannten mehrere hundert Kubikmeter Teppich- und Stoffhäcksel. Das Gut wurde mit einem Bagger nach draußen gefahren und abgelöscht. Eine Gefahr für Nachbarschaft und Umwelt bestand zu keiner Zeit.

Quelle: Main Post

 



Küchenbrand

26. März 2004 18:53

Küchenbrand in der Michelstraße

Würzburg (kgh) Sachschaden in Höhe von rund 5000 Euro und eine leicht verletzte Person sind die Bilanz eines Brandes in der Zellerau. Wie die Polizei berichtete, sah ein Passant gegen 1130 Uhr Rauch aus einem Fenster der im ersten Stockwerk gelegenen Wohnung kommen. Da auf Klingeln niemand öffnete, trat er die Türe ein. Die verständigte Feuerwehr hatte die brennende Küchenzeile kurze Zeit später unter Kontrolle. Zwei Dackel wurden unversehrt geborgen. Eine Bewohnerin aus der zweiten Etage erlitt einen Schock und eine leichte Rauchvergiftung; sie kam zur Behandlung ins Krankenhaus. Die Kripo ermittelt.

Quelle: Main Post

 



Lkw auf Autodach

18. April 2004

Lkw auf Autodach: Zwei Tote

Würzburg (geha) - Eine 33-jährige Frau aus Hessen und ihr dreijähriger Sohn starben am Samstag kurz nach 18 Uhr bei einem Unfall auf der Autobahn 3 bei Würzburg.
Laut Polizeibericht hatte ein 41-jähriger Brite in einem Klein-Lkw zwischen der Raststätte Heuchelhof und der Anschlussstelle Randersacker mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit - erlaubt sind dort 100 km/h - mehrere Fahrzeuge überholt und dabei die Gewalt über den Kleintransporter verloren. Der schoss über die Mittelleitplanke und flog auf das Auto der Frau. Dabei wurde das Dach des Pkw fast vollständig abgerissen. Während Frau und Kind am Unfallort starben, wurde der Lkw-Fahrer nur leicht verletzt. Die Staatsanwaltschaft Würzburg erließ am Sonntag Haftbefehl gegen den 41-Jährigen.
Wegen des fehlenden Wohnsitzes in Deutschland bestehe Fluchtgefahr, hieß es. Anhaltspunkte für Alkohol oder Drogen hätten sich nicht ergeben.


Foto: Stefan Pompetzki
Quelle: Main Post

 



Alle 35 Sekunden rief jemand nach Hilfe

25. Juli 2004 20:50

Alle 35 Sekunden rief jemand nach Hilfe

Würzburg (sv/wolf) Alle 35 Sekunden ein Notruf: 379 Anrufe gingen am Freitag bei der Polizeidirektion Würzburg zwischen 21:15 und 23:30 Uhr während des Unwetters über die Notruf-Leitungen ein. Und auch bei der Feuerwehr hatte man mit 58 Einsätzen alle Hände voll zutun.

Ein in der Neubaukirche gemeldeter Feuerschein entpuppte sich glücklicherweise als Fehlalarm. Doch standen Keller unter Wasser, Bäume stürzten um, kurzfristig kam es zu Teilsperrungen von Straßen, wegen Geröll und überfluteter Fahrbahnen. In der Schweinfurter Straße blickte Sebastian Trinkenschuh auf eine kniehohe schlammige Brühe in seinem Auto. Der Heidingsfelder war stadtauswärts unterwegs, als in der Unterführung, kurz vor Wal-Mart der Motor seines Wagens den Geist aufgab. Einen Moment noch blieb der junge Mann im Wagen sitzend, dann ließ er ihn zurück. "Es regnete immer weiter", und das Wasser in der Unterführung stieg rasch an, schildert er der MAIN-POST sein mulmiges Erlebnis. 70 Zentimeter hoch, sah der Heidingsfelder nach dem großen Gewitter, war das Wasser in seinem Auto gestanden. Und er hatte sogar noch Glück: Gegenüber, auf der anderen Straßenseite, ist eine über zwei Meter tiefe Senke für Fußgänger und Radfahrer. Wäre dort jemand stecken geblieben, hätte das übel ausgehen können: Die Senke lief bis auf Straßenniveau voll.

Im Waldkugelweg stürzte ein Baum auf die Straße, in der Seilerstraße einer auf ein geparktes Auto. Im Bereich des Dominikanerplatzes wurde ein Verkaufsstand durch den Wind umgedrückt und landete in einem Brunnen.

Die Feuerwehren waren bei Bergungs- und Pumparbeiten ständig im Einsatz. Das Technische Hilfswerk pumpte das Wasser ab und fegte Unmengen von Schlamm beiseite. Unter anderem waren am Steinlein in Versbach rund 20 Kubikmeter Bauaushub - Schlamm und Geröll - auf der Fahrbahn verteilt.

Straßen waren zeitweilig gesperrt am Europastern, Auverastraße, Aumühle, Friedrich-Ebert-Ring, Haugerring, Georg-Eydel-Straße, Mergentheimer Straße unterhalb der Ludwigsbrücke und Leistenstraße.


Quelle: Main Post

 



Kiosk brannte lichterloh

22. August 2004 19:15

Kiosk brannte lichterloh:

Mainkai war gesperrt

WÜRZBURG (SV) Am Samstag­abend gegen 22:40 Uhr bemerkte eine Streife der Polizei Würzburg-Ost, dass der Verkaufskiosk eines Biergartens am Kranenkai in Flammen stand. Der Brand, der vermutlich von einer Abfalltonne an der Wand des Gebäudes ausgegangen ist, konnte durch die Berufsfeuerwehr mit Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehr Würzburg schnell gelöscht werden.

Da sich auch das Dämmmaterial in der Außenverkleidung entzündet hatte, musste der Pavillon größtenteils aufgeschnitten werden, um ein Wiederaufkeimen der Flammen zu vermeiden. Der Schaden wird von der Polizei auf 50 000 Euro beziffert. Brandstiftung kann nach bisherigem Ermittlungsstand nicht ausgeschlossen werden. Während der Arbeiten wurde der Mainkai zwischen Alter Mainbrücke und Juliuspromenade für den Verkehr gesperrt.


Foto: Diem

Quelle: Main Post

 



Bombendrohung legt Uni lahm

20. Oktober 2004 10:30

Bombendrohung legt Uni lahm

Würzburg - Der unbekannte Mann, der sich am Dienstag um 9.30 Uhr bei der Einsatzzentrale der Würzburger Polizei meldete, traf mit seinem Anruf den Nerv der Universität. Eine Bombe sei auf dem Campus am Hubland versteckt. Spezialisten analysierten Stimme und Gespräch und nahmen die Drohung sehr ernst. Es war der zweite Vorlesungs-Tag des Wintersemesters und die Gebäude waren voller Menschen.



"Es war uns schnell klar, dass wir das Gelände räumen müssen", erklärte der Pressesprecher des Präsidiums Unterfranken, Emil Kossner. Um 10.30 Uhr ertönten in der Hubland-Uni die Alarmsirenen und die Evakuierung begann. Gleichzeitig sperrten Polizeikräfte die Ringstraßen um den Campus. Relativ gelassen gingen Bedienstete und Studenten aus den Gebäuden und versammelten sich auf den gegenüberliegenden Straßenseiten. Allerdings war Eile geboten, denn der unbekannte Anrufer hatte sich sehr genau geäußert: "Bis elf Uhr geht die Bombe an drei Gebäuden hoch".

Hinweise gehen an die Kripo Würzburg unter (0931) 457-1732.
Für Tipps, die zum Täter führen, hat die Polizei eine Belohnung von 3000 Euro ausgesetzt.
So ganz reibungslos klappte die Informationskette nicht, denn Studenten berichteten immer wieder von Teilbereichen der Uni, in denen Lehrveranstaltungen weiterliefen. "Wir wussten von nichts", erzählte ein Student der Astronomie. Erst seine Freundin teilte ihm die Bedrohung per Handy mit. Auch ein sprachwissenschaftliches Seminar in der Germanistik lief, ungestört von der Evakuierung, weiter.

"Ich korrigierte gerade meine Examensarbeiten, als der Alarm ausgelöst wurde", sagte Prof. Wolfgang Malisch vom Institut für anorganische Chemie. Sein Vorstand, Prof. Reinhold Tacke hielt eine Vorlesung, als er informiert wurde. Mit seinen 600 Studenten verließ er den Hörsaal.
Aufregende Stunden verlebten auch 300 Gymnasiasten aus ganz Unterfranken, die einen Dialekttag an der Uni absolvierten. Über die erste Vorlesung kamen sie nicht hinaus. Schüler der Klasse 11a des Gymnasiums Marktbreit: "Es war gerade mal eine halbe Stunde vorbei, als zwei junge Frauen in den Saal stürmten, die Veranstaltung unterbrachen und uns mitteilten, dass es einen Bombenalarm gibt."

Als die etwa 7500 Menschen evakuiert waren, durchkämmten Spezialkommandos alle Gebäude und das gesamte Areal. Im Einsatz waren auch Spürhunde. Kossner: "Der Anrufer hat keinen speziellen Bereich erwähnt, die Bombe konnte überall sein." Vielen Studenten dauerte die Wartezeit zu lange, sie gingen einfach nach Hause. "'Ne heiße Dusche und dann vor den Fernseher", kommentierte eine Studentin die morgendliche Aufregung.
Um 14.15 Uhr gab die Polizei Entwarnung, der Uni-Betrieb lief wieder an. Sprengstoff hatten die Spezialisten nicht gefunden. Die Kripo ermittelt jetzt auf Hochtouren. Über die Zahl der Einsatzkräfte wollte Kossner nichts sagen, aber es waren viele Beamte der Bereitschafts-, der Landespolizei, des Landeskriminalamtes, der Berufsfeuerwehr und des Rettungsdienstes vor Ort.

Ernst Jerg
Foto: Stefan Pompetzki

Quelle: Main Post

 

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