Freiwillige Feuerwehr Würzburg Löschzug 1


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2005

Archiv > Ereignisse

20. März 2005 20:20


Gemeinsam gegen rechte Parolen

Würzburg - 8000 Menschen haben am Samstag in Würzburg für die Achtung der Menschenwürde, ein friedliches Miteinander und gegen rechte Gewalt demonstriert. Dem Aufruf der rechtsextremen NPD zu einem "Trauermarsch" folgten 200 Anhänger. Ein Großaufgebot der Polizei verhinderte Ausschreitungen.


Höhepunkt des friedlichen Gedenkens war die Demonstration "Würzburg bunt statt braun", zu der Christen, Juden und Muslime aufgerufen hatten. Laut Polizeiangaben zogen 7000 Menschen durch die Fußgängerzone, darunter reichlich Polit-Prominenz und religiöse Würdenträger. Bei der Abschlusskundgebung am Dom wandten sich alle Redner gegen die Versuche der rechtsextremen NPD, die Trauer über die Zerstörung Würzburgs vor 60 Jahren für Hass-Propaganda und Lügen zu missbrauchen.

"Die Opfer des 16. März 1945 gehören keiner Partei, am allerwenigsten den Neonazis; sie gehören ihren Verwandten und den Menschen, die aufrichtig um sie trauern", sagte Bürgermeisterin Marion Schäfer unter dem Beifall der Demonstranten. Der evangelische Dekan Günter Breitenbach ergänzte: "Wir ehren die Opfer der Gewaltherrschaft ebenso wie die Opfer des Bombardements. Wir ehren sie aber im Zeichen der Versöhnung." Der katholische Generalvikar Karl Hillenbrand forderte die Teilnehmer auf, Gesicht zu zeigen, wann immer die Menschenwürde bedroht sei.

Parallel zu "Bunt statt braun" hatten sich rund 1000 junge Leute dem Aufruf von linken Gruppen zu einem weiteren Protestmarsch angeschlossen. Dem Friedensbündnis als Veranstalter der anschließenden Kundgebung vor dem Theater machte der Regen einen Strich durch die Rechnung. Die Polizei zählte hier rund 500 Demonstranten.

Mit großer Spannung war der angekündigte Aufmarsch der NPD erwartet worden. Mit anderthalb Stunden Verspätung zogen am Nachmittag 200 Extremisten vom Bahnhof zu ihrer "Gedenkfeier" am Neunerplatz im Stadtteil Zellerau. Ein Großaufgebot von Polizisten aus ganz Nordbayern sicherte die Route und verhinderte die direkte Konfrontation zwischen den Rechten und rund 1000 pfeifenden und schreienden Jugendlichen.

Am Abend bilanzierte die Polizei einen der größten Einsätze in der Geschichte Würzburgs. Angaben zu den Kosten und zur Zahl der eingesetzten Beamten machte die Polizeidirektion nicht. Beobachter zählten weit über 1000 Beamte.

23 Personen nahm die Polizei im Lauf des Nachmittags fest, zwei Polizisten wurden leicht verletzt. Alle Festgenommenen wurden angezeigt und kamen im Laufe des Samstagabends wieder auf freien Fuß.

Keine strafrechtlichen Konsequenzen hat die Rede eines Alt-Nazis, die die Polizei am Neunerplatz wegen des Verdachts der Volksverhetzung kurzfristig beendete. "Diese Rede wurde von Menschen verfasst, die die entsprechenden Paragrafen sehr gut kennen", erklärte Oberstaatsanwalt Ernst Wich-Knoten. Die antisemitischen, beleidigenden und volksverhetzenden Aussagen lägen "im Grenzbereich zur Strafbarkeit".


Von Manuela Göbel, Andreas Jungbauer und Michael Czyga


Quelle: Main Post

10. Juli 2005 18:35


Rauch in der Kaiserstraße

Würzburg (how) Dramatische Minuten am Freitag gegen 11:30 Uhr. Passanten hatten an einem Haus in der Nähe von C & A Rauchschwaden bemerkt. Als die Feuerwehr anrückte, bestand die Befürchtung, dass der Rauch aus dem Keller kam. Dort ist eine Trafostation der Stadtwerke untergebracht, die angeschlossene 220 000 Volt-Leitung versorgt die Kaiserstraße mit Strom. Mit einer Wärmebildkamera stellte die Feuerwehr fest, dass es im Traforaum kein Feuer gab. Im Außenbereich hatte vermutlich eine brennende Kippe Unrat entzündet und die Lüftungsanlage den Rauch aufgesogen und verteilt.


Quelle: Main Post

03. Juli 2005 20:11


Feueralarm in der Klinikstraße:

Am Samstag gegen 16:15 Uhr sahen Passanten Rauch vom Dach der Poliklinik aufsteigen. Löschversuche des Personals schlugen fehl und so rückte die Berufsfeuerwehr an.

Nach der Löschaktion stand fest:
Am Dachstuhl entstand ein Schaden von bis zu 30 000 Euro, Personen wurden nicht verletzt.
Am Einsatz nahmen die Freiwillige Feuerwehr Würzburg, vier Rettungswagen und zwei Notärzte teil.
Die Klinikstraße war für knapp drei Stunden gesperrt.
Die Kripo Würzburg, Tel. 4 57-17 32, hat die Ermittlungen aufgenommen.

Quelle: Main Post

18. Juli 2005


Feurige Glutnester unter den Dachziegeln

Würzburg Was für ein Wochenende für Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste:
Sie waren im Dauereinsatz, um Brände zu löschen und Verletzte zu versorgen.

Los ging es relativ harmlos. Am Freitag verstopften wie immer die Kanaleinläufe bei dem starken Gewitter gegen 17 Uhr. Überflutet wurden so der Berliner Ring und die Seinsheimstraße. Erst als die Kanal-Einläufe sauber gemacht wurden, floss das Wasser wieder ab.

Ernst wurde es ab 19:37 Uhr: Der Dachstuhl eines Hauses im Maasweg am Nikolausberg hatte nach einem Blitzeinschlag Feuer gefangen. Als die Berufsfeuerwehr, unterstützt von ihren freiwilligen Kollegen aus der Stadtmitte, Zellerau, Versbach und Unterdürrbach, eintraf, brannte fast die gesamte Dachfläche. Der Chef der Würzburger Berufsfeuerwehr Franz-Josef Hench: "Der Einsatz war schwierig, denn wir kamen weder von innen noch von außen richtig an den Brandherd". Wegen der Hanglage mussten Feuerbekämpfer tragbare Leitern einsetzen.

Doch der Aufwand ging noch weiter: Eine Dachdeckerfirma rüstete das Haus ein, die Ziegeln wurden entfernt und die Glutnester einzeln abgelöscht. Dieser Einsatz, an dem 60 Leute beteiligt waren, forderte Höchstleistungen, zog Hench Bilanz. Nach neun Stunden, also gegen 4 Uhr, war erst alles unter Kontrolle. Der Schaden wird auf 150 000 Euro geschätzt.

Noch während am Maasweg gegen die Flammen gekämpft wurde, schrillte um 20:32 Uhr ein neuer Alarm: ein Fernsehgerät brannte in der Breslauer Straße. Die Freiwillige Feuerwehr Sanderau und die Berufkollegen aus der Hofstraße rückten mit der Drehleiter aus. Als die Brand-Spezialisten nach acht Minuten dort eintrafen, loderten die Flammen schon in der ganzen Wohnung.



Mit drei Wasserrohren konnte das Feuer in Schach gehalten werden. Alle anderen Wohnungen wurden ebenfalls kontrolliert. Zwei Appartements mussten aufgebrochen werden, da die Mieter nicht zu Hause waren. Die Bilanz: Im Einsatz waren neben der Berufsfeuerwehr Löschzüge aus der Sanderau, aus Grombühl und Heidingsfeld mit 48 Leuten; der Rettungsdienst versorgte einen Mieter mit einer leichten Rauchvergiftung und betreute eine Behinderte; zwei Wohnungen waren nicht mehr benutzbar, der Schaden wird auf 120 000 Euro geschätzt; der Einsatz dauerte vier Stunden.

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Und das Gewitter richtete noch mehr Schäden an. Um 21.49 stürzte ein Baum im Rothweg um. Der 25 Meter hohe Baum war dabei auf einen Rohbau gekracht und lag auf der Dachfläche. Da keine direkte Gefahr von dem Holz ausging, sperrte die Feuerwehr den Bereich ab und informierte das Gartenamt der Stadt Würzburg. Die wird den Baum entfernen.

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Um 23:36 kam der nächste Alarm bei der Berufsfeuerwehr an: Brand bei der US-Army in den Leighton-Barracks. Als die Einsatzkräfte, diesmal der zweite Löschzug mit Männern, die eigentlich dienstfrei hatten, eintraf, löste sich das Ganze zum Glück in Wohlgefallen auf. Ein Blitzschlag hatte die Feuermelde-Anlage in der Kaserne ausgelöst.


Fotos: B. Diem










Quelle: Main Post

08. August 2005


Säure-Alarm in der Uni-Klinik

Würzburg (ej) Der Gefahrgut-Zug der Berufsfeuerwehr musste am Sonntagmorgen ausrücken: Salzsäure war in den Universitätskliniken ausgelaufen. Ein Mitarbeiter der Klinik war auf einem Kontrollgang im Heizkraftwerk des Krankenhauses an der Schweinfurter Straße unterwegs. Dabei blieb er an der Füllstandsanzeige eines Salzsäuretankes hängen und riss die Leitung ab. Die Salzsäure floss daraufhin auf den Boden des Betriebsgebäudes. Bei Eintreffen der Feuerwehr waren bereits Salzsäuredämpfe im Betriebshof des Kraftwerkes sichtbar. Die Spezialisten kämpften die Säuredämpfe mit Wasser nieder, zwei Mann mit Atemschutzgeräten und Chemiekalienschutzanzügen verschlossen das Leck mit einem Stopfen. Niemand wurde verletzt, der Klinikbetrieb war zu keiner Zeit beeinträchtigt.

Quelle: Main Post

24. Oktober 2005


Ein brandheißes Wochenende

Würzburg Viel Arbeit für die Würzburger Feuerwehren: 36 Stunden lang bekämpften sie am Freitag und Samstag Glutnester in einem Futtermittelsilo im Neuen Hafen. Das war aber noch lange nicht alles am Wochenende.

Jemand hatte im 30 Meter hohen Raiffeisen-Futtersilo in der Nördlichen Hafenstraße seine Handlampe vergessen, als er mit der Reinigung leerer Silozellen fertig war. Zwei Zellen wurden anschließend aufgefüllt, mit 120 Tonnen Weizenkleie. Unter dem Druck entstand Wärme, die Glühbirne der Lampe entzündete sich.

Unter den Kleie-Bergen gab es zu wenig Sauerstoff für ein Feuer. Aber für eine Glut reichte es. Das erste Glutnest zeugte weitere. Diese wurden Freitagmittag entdeckt, als das Tierfutter umgefüllt werden sollte.

Knapp 100 Brandbekämpfer von der Berufsfeuerwehr und den Freiwilligen Feuerwehren Unterdürrbach, Stadtmitte und Zellerau waren bis in die Nacht zum Sonntag damit beschäftigt, die 120 Tonnen Viehfutter aus dem Silo abzulassen, ohne dass etwas passiert.

Wenn man's falsch nämlich anpackt, berichtet Torsten Maiwald, Einsatzleiter von der Berufsfeuerwehr, wirbelt Staub auf. Und wenn der dann glüht und mit Sauerstoff in Kontakt kommt, gebe es eine gefährliche Staubexplosion.

Von Vorteil war, dass neben dem Silo ein Unternehmen Kohlendioxid in Gasflaschen verkauft. Die Feuerwehrleute kauften und leiteten das Gas von oben in den Silo ein. Der Effekt: Nun reichte nirgendwo im Silo der Sauerstoff mehr für ein Feuer. Mit einem Saugbagger, einem überdimensionalem Staubsauger, wurde die Kleie abgesaugt. Drinnen kontrollierten derweil Feuerwehrleute in Atemschutzgeräten, dass nichts passiert.

Alles ging gut, berichtet Maiwald, wirklich brenzlig sei's nie geworden.

Freitag gegen Mitternacht, die Feuerwehrleute waren noch im Neuen Hafen am Werk, ging ein neuer Notruf bei der Feuerwehr ein: Im Würzburger Yachthafen stand ein Boot in Flammen. Die Freiwillige Feuerwehr Heidingsfeld rückte aus, musste aber nicht mehr eingreifen: Es war nur ein kleines Kunststoffboot. Ein paar Mann von der Berufsfeuerwehr, vom Einsatzort Neuer Hafen abgezogen, hatten es rasch gelöscht.
Wasserflut in der Intensivstation

In der Nacht zum Sonntag brannte es schon wieder: ein Container mit gepressten Cartonagen in der Nürnberger Straße stand in Flammen. Erneuter Einsatz für die Brandbekämpfer, aber kein Problem. Und weil's noch nicht genug war, meldete sich am Sonntagmorgen die Uniklinik: Ein Abflussrohr war verstopft, es gab eine kleine Überflutung. Mit drei Wassersaugern behob die Berufsfeuerwehr auch dieses Malheur in der Intensivstation. Patienten kamen aber nicht zu Schaden.

Am längsten zu arbeiten aber hatten die Mannen in der Werkstatt der Berufsfeuerwehr. Die mussten alle Gerätschaften, die an diesem brandheißen Wochenende gebraucht wurden, wieder in Schuss setzen.

Wolfgang Jung

Quelle: Main Post

17. Juli 2005 15:27


Rauch über dem Pfaffenberg

Und auch am Sonntag kam die Feuerwehr nicht zur Ruhe. Riesige weiße Rauchschaden hingen ab 15 Uhr über dem Pfaffenberg. Dort hatten sich etwa 1000 Kubikmeter Grünabfälle auf dem Ablageplatz der Würzburger Kompost GmbH entzündet. 13 Fahrzeuge, 46 Männer von Berufs- und freiwilligen Feuerwehren rückten an. Die Brandursache: vermutlich haben sich die gärenden Abfälle in der Gluthitze selbst entzündet. Mit einem Radlader wurden die Haufen verteilt und dann abgelöscht.

Dauer: vier Stunden

Quelle: Main Post


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