Chronik - Freiwillige Feuerwehr Würzburg Löschzug 1

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Die Chronik  der Freiwilligen Feuerwehr
Würzburg Löschzug I


GEGRÜNDET AM 22. SEPTEMBER 1903 ALS BEZIRKSFEUERWEHR PLEICH


Verfasst von

Stadtbrandmeister Hans-Jürgen Helwig

Die Chronik wurde für die Feuerwehr - Webseite  in verkürzter Form dargestellt, mit Originaltexten aus den Akten.



1901 bis 1910

Alte Chroniken berichten von der Entstehung und Entwicklung unseres Löschzuges.

1901 begannen die Verhandlungen zwischen der Feuerwehrführung und der Stadt Würzburg zur Errichtung eines neuen Feuerwehrhauses im Pleicher Stadtbezirk. Sie mündeten in die Bauausführung im folgenden Jahr. Die Erbauung dieses Feuerwehrhauses erschien schon deshalb dringlich, weil sie das „Zentralfeuerwehrhaus“ mit seinen ungünstigen Ausgängen entlastete.


Zur Entlastung des Geräte-Parks im Zentralfeuerwehrhaus wurde eine zweckentsprechende „ Feuerwehr-Geräte-Halle“ auf dem Komplex des Schlachthofes erbaut und es erfolgte die Überführung einer Anzahl von Lösch- und Rettungsgeräten nach dieser neuen Halle, sowie die Einteilung von Mannschaften zur Bedienung der dort untergebrachten Geräte.

Die dort eingeteilte Mannschaft der Spritzen- Steiger- und Schlauchführer-Abteilung hatte sich bei erfolgten Hochfeuersignalen, sowie bei Abhaltung von Übungen dahin zu begeben und die betreffenden Geräte bei Bränden  innerhalb der Stadt oder außerhalb zur Brandstätte bzw. zum Übungsplatz zu bringen.

Ende März 1903 erfolgte die Übernahme des neuen Feuerwehrhauses im Schlachthof für das Pleicher Viertel.

Einer Eingabe der Mitglieder dieses Zuges um Genehmigung der Rechte einer Bezirksfeuerwehr in Bezug auf die Wahlen der Chargierten und der Bezeichnung „Bezirksfeuerwehr Pleich“ gab die Verwaltung statt. Seit Anfang November 1903 waren  schon 15 Läutewerke für den Bezirk Pleich in Funktion. Nach Fertigstellung der Anlage betrug die Anzahl der Läutewerke in der Pleich 24 in zwei Linien.

Für die Bezirksfeuerwehr Pleich wurde ein neuer Rettungsschlauch genehmigt.

Die Elektrische Alarmanlage für die Pleich wurde 1904 ganz ausgebaut und mit 24 neuen Läutewerken versehen, die hierdurch freigewordenen 13 älteren Läutewerke fanden in der Zentrale Verwendung.

Für die Bezirksfeuerwehr Pleich wurde ein Steiggerätewagen mit Klappleiter beschafft.

Die Bezirksfeuerwehr Pleich erhielt einen Rauchapparat von der Zentrale und eine neubeschaffte elektrische Lampe.

Im Bezirk Pleich konnten 25 Mann durch elektrische Läutewerke sofort nach Brandausbruch mobilisiert werden.


Gerätebestand:

1 Vierrädrige Saug- und Druckspritze
1 Vierrädrige Druckspritze
1 Hydranten- und Schlauchwagen
1 Schlauchhaspel mit 300 m Schlauch
1 Mechanische Leiter mit 22 m Höhe
1 Mechanische Leiter mit 12 m Höhe
1 Steiggerätewagen



Mitgliederstand am 01.08.1909

Führung: 2
Steigerabteilung:16
Spritzenabteilung: 21
Sanitäter: 1

Gesamt 40

1911  bis 1920

Am 27. Mai war ein Ehrenabend von der 8. Kompanie anlässlich der 25 Jährigen Jubelfeier Ihres Führers, Herrn August Mock, inszeniert und es war die Beteiligung und Ehrung von Seite der Feuerwehr und des Pleicher-Viertel-Vereins eine Großartige.

Der Wunsch der 8. Kompanie, eine so genannte Steigwand zu erhalten, an der Übungen mit Steiggang, mechanischen Leitern u.a.m. stattfinden könnten, konnte für den diesjährigen Etat der Sparsamkeit halber nicht zur Ausführung gebracht werden.

Die nötige Steigerwand wird in den Etat pro 1913 eingestellt.

Am Krieg nehmen 11 Kameraden unserer Kompanie teil. Leider hat der Krieg auch seine Opfer von uns gefordert und zwar Sektionsführer Johann Göss, derselbe starb hier infolge einer Verwundung am 14. Oktober. Er war ein fleißiger, braver und biederer Kamerad.
Wir werden sein Andenken in Ehren halten.

Die Ausgaben für das Würzburger Feuerlöschwesen werden heuer reduziert, weil es, wie Bürgermeister Brand am 08. Januar im Magistratskollegium ausführte, notwendig ist. Um die Umlagenzahler nicht zu sehr zu belasten, soll vorläufig von der Herstellung einer Steigwand im Bezirk Pleich (Kosten 1.500 Mk.) abgesehen werden.

Am Ende des Jahres 1914 hatte die 8. Kompanie einen Bestand von 40 Mann. Zugang durch Neuaufnahme 2 Mann, Überweisung zu einer anderen Kompanie 1 Mann, sodass dieselbe einen Bestand von 41 Mann aufweist. Eingerückt sind zur Zeit 19 Mann unserer Kompanie, wovon der größte Teil seit Beginn dieses Krieges im Felde steht.

Auch wir konnten Ihnen durch Übersendung von Liebesgaben und teilweise Unterstützung der Familien echte Kameradschaft erweisen und wünschen, dass wir sämtliche eingerückte Kameraden recht bald und gesund wieder zur Seite haben, damit wir unser begonnenes Werk gemeinsam mit ihnen weiter führen können, der Stadt zum Schutz, dem Feuer zum Trotz

Am Ende des Jahres 1915 hatte die 8. Kompanie einen Bestand von 40 Mann. Zugang durch Neuaufnahme 3 Mann, Überweisung zu einer anderen Kompanie 2. 3 Mann, Überweisung von einer anderen Kompanie 1. 2 Mann, Abgang durch Tod 2 Mann, sodass dieselbe nun einen Bestand von 40 Mann aufweist.

Eingerückt sind zur Zeit 20 Mann; wovon der größte Teil seit Beginn des Krieges im Felde steht.
Durch Tod verlieren wir leider 2 junge Mitglieder. Sie bleiben auf dem Felde der Ehre.
Die Kompanie beteiligte sich bei Trauergottesdiensten für  Georg Höfling und Karl Cleve.
Wir werden ihnen ein Ehrendes Andenken bewahren.

An Unterstützungen wurden in diesem Jahr von unserer Kompaniekasse 51 Mark verausgabt.

Der bewährte Kompanieführer, Herr August Mock, wurde in der Versammlung am 02. März durch Überreichung von Blumen geehrt. Er ist ununterbrochen 25 Jahre als Führer tätig.




1921 bis 1930


Gerätebestand:

1 Pferdebespannter Mannschaftswagen
2 Pferdebespannte 22- Meter- Leitern
2 Saug- und Druckspritzen
2 Schlauchhaspeln und sonstige Geräte


Die Hauptversammlung am 04. März 1928 beschäftigt sich mit der geplanten Verlegung des Feuerhauses Pleich (8.Abteilung), der nur zugestimmt werden kann, wenn an anderer Stelle eine Unterkunft der Geräte dieser Abteilung geschaffen wird.

Von Mitglied Stadtrat Glos war diese Angelegenheit angeschnitten worden.
Herr Oberkommandant Scheller verlas die vom Pleicher-Viertel-Verein an den Stadtrat gerichtete Eingabe in dieser Sache und die Stellungnahme des Referenten Herr Oberbürgermeister Dr. Löffler und vertrat den Standpunkt, dass vor 25 Jahren die Gerätehalle des Bezirks Pleich für diesen Zweck aus Etatmitteln errichtet wurde und die Stadt daher verpflichtet sei, bei Verlegen des Feuerhauses der 8. Abteilung an anderer Stelle eine neue, wenn auch bescheidene, Gerätehalle zu errichten. Eine Auflösung der 8. Abteilung bzw. Verschmelzung mit den Zentral- Abteilungen sei nicht angängig. Die Abteilung hat sich in den 25 Jahren ihres Bestehens bestens bewährt, sodass ihre Erhaltung unbedingt Notwendigkeit sei. Im gleichen Sinne äußerte sich der Führer der 8. Abteilung Vogel. Diese Stellungnahme fand auch die Billigung der Versammlung.

Ein weiterer Berufsmann für die Zentrale wurde beantragt und vom Stadtrat genehmigt – die Stelle erhielt Michael Seelmann von der 8. Abteilung.
Die 8. Abteilung hielt anlässlich ihres 25 Jährigen Bestehens am 22. September 1928 eine Familienfeier mit Ehrung der Jubilare ab. Die Glückwünsche des Gesamt-Korps überbrachte Oberkommandant Scheller.
Nach einem sinnreichen und mit großem Wohlklang vorgetragenen Prolog der Tochter des Zugführers Wehrwein  dankte Kamerad Weber den Jubilaren für Ihre treuen Dienste und überreichte 11 Kameraden ein Ehrengeschenk. Für 40 Jährige Dienstzeit wurden geehrt Peter Landvogt, für 30 Jährige Th. Wiegand, für 25 Jährige Valt. Vogel, Joh. Wehrwein, Georg Götz, Mart. Strohmenger, Rich. Goll, Wilh. Schwinn, für 15 Jährige Fleischmann, für 10 Jährige Georg Glos und Hans Schlichthorn


Das Feuerhaus Pleich erhielt einen Total-Feuerlöscher.



1931 bis 1940

Gruppenführer Specht nahm an einem Ausbildungskurs für Gasschutzführer teil.

Für den wegen Krankheit zur Passivität übergetretenen Adjutanten der 8. Kompanie, Kamerad Weber, wählte diese den Kameraden Johann Wehrwein als solchen, den Kameraden Georg Fersch zum Zugführer und den Kameraden Markus Römmelt als Gruppenführer des 2. Technischen Zuges.

Kompanieführer Valentin Vogel schied nach 31 Dienstjahren, davon 10 Jahre als Kompanieführer, aus dem aktiven Dienst aus.

Hans Wegner wurde zum neuen Kompanieführer berufen.

Die Wehrmänner Peter Landvogt mit 46 Dienstjahren, Friedrich Fuchs mit 47 Dienstjahren und Kasimir Traus mit 37 Dienstjahren schieden aus dem aktiven Dienst aus.

1935 wurde an der mechanischen Leiter der 8. Kompanie eine Handbremse eingebaut.

Josef Kaupert wurde Gerätewart für Gasschutz für die 8. Kompanie.

Die 8. Kompanie nahm vom 26. bis 29. März an einem Gasschutzlehrgang teil.

An der Pleicher Schule wurde am 31. August für die 8. Kompanie eine Gasschutzübung angesetzt und Durchgeführt.

Der bisherige Zugführer Georg Götz wurde zum stellvertretenden Führer der 8. Kompanie ernannt.

Die Wehrleute Josef Kaupert und Willi Köberlein wurden zu Gruppenführern ernannt.




1941 bis 1950

In der Ordentlichen Mitgliederversammlung am 01. Juni 1947 in der Baracke im Polizeihof gibt erster Kommandant Engel bekannt, dass der 1. Löschzug aus den ehemaligen
1. (Zentrale), 2. (Zentrale) und 8. (Pleich) Abteilungen gebildet wird.

Vertrauensmann für den 1. Löschzug ist Philipp Reitzenstein.

Der Löschzug Stadtmitte wurde 1948 neu aufgestellt.




1951 bis 1960


Dem Gedenktag des 95 Jährigen Bestehens der Wehr und des 50. Gründungstages der ehemaligen Bezirksfeuerwehr Pleich – Heute 1. Löschzug – war ein Familienabend am
21. November in den Luitpoldbetrieben gewidmet. Mehrere Stadträte, an der Spitze Herr Bürgermeister Nickles, Bürgermeister Stein, Referent Baurat Jacobi und eine Reihe anderer Ehrengäste nahmen teil. Nach der Begrüßungsansprache durch den Kameraden Mark gab Oberkommandant Tretter einen kurzen Rückblick auf die Gründung, Entwicklung und Leistungen der Wehr in diesen 95 Jahren. Weiter gedachte der Oberkommandant der Leistungen der ehemaligen Bezirksfeuerwehr Pleich. Herr Bürgermeister Nickles überbrachte die Grüße und Wünsche des Herrn Oberbürgermeisters Dr. Stadelmayer, der an diesem Tage auswärts war.

Die Vorführungen des Gesangvereins „Liederhort“ und die turnerischen und gymnastischen Vorführungen der Damenriege des Turnvereins Grombühl, umrahmt von vorzüglichen Musikstücken der Kapelle Hafen, gestalteten den Abend zu einer schönen bleibenden Erinnerung. Kamerad Josef Volk von  der ständigen Wache bildete als Ansager mit seinen netten Humorigen Ausführungen des verbindende Glied zwischen den einzelnen Vorführungen.

Im ehemaligen Feuerhaus Pleich in der Pleichertorstraße wurden die Schäden des Luftangriffes vom 16. März 1945 behoben, die Wände neu verputzt und gestrichen, die Fenster gerichtet, die Einfahrtstore ausgebessert und ebenfalls gestrichen, die elektrischen Lichtleitungen erneuert und eine Außenbeleuchtung angebracht.

Ein in der Kraftfahrzeugwerkstatt der ständigen Wache überholtes Löschfahrzeug LF 8 mit angehängter Kraftspritze wurde dort untergestellt. Das Feuerhaus und das Löschfahrzeug wurden dem
1. Löschzug als Sammelplatz bzw. Alarm- und Übungsgerät zugeteilt und dem Löschzug am
22. November durch Oberkommandant Tretter in Anwesenheit des Kommandos und vieler Kameraden – Aktiv und Passiv – an Löschzugführer Kameraden Schneider, übergeben.
Ein Kameradschaftliches Beisammensein in der Gaststätte „Zum Lorbeerbaum“, dem alten Versammlungslokal der ehemaligen Bezirksfeuerwehr Pleich, vereinte alte und junge Kameraden und ließ Erinnerungen an frühere Zeiten aufleben.

An Stelle des Kameraden Karl Schneider, der in der Hauptversammlung der Wehr zum Kommandanten gewählt wurde, wählte der Löschzug I den Kameraden Josef Endres zum Löschzugführer.




1961 bis 1970

Der Löschzug I nahm in den Jahren von 1961 bis 1970 an den Groß- und Alarmübung während der Feuerschutzwochen teil. Der Löschzug I war mit einem Löschgruppenfahrzug mit Tragkraftspritzenanhänger und Tragkraftspritze mit einer Pumpenleistung von 800 Litern pro Minute eingesetzt.




1971 bis 1980

Teilnahme an Großübungen aller Löschzüge anlässlich der Feuerschutzwochen auf dem 

Das Löschfahrzeug Mercedes musste 1972 mit Maschinenschaden aus dem Verkehr gezogen werden.

Anlässlich des Jubiläums der Büttnerzunft 1973 wurde am Marktplatz die Absperrung übernommen. Dem Löschzug I wurde ein TLF 8 (Unimog) des Bundes, zur KatS-Einheit
1. LZW-WÜ (S) gehörend, zugeteilt. Im Gerätehaus wurde eine Toilette aufgebaut und an den Kanal angeschlossen. Durch den Ausfall eines Löschfahrzeuges steht dem Löschzug I lediglich der Unimog zur Verfügung; man hofft, im Jahre 1974 ein TSF zu bekommen.

Der langjährige Mannschaftssprecher des Löschzug I, Kamerad Georg Krämer, stellte nach 45-jähriger Tätigkeit seinen Posten zur Verfügung. Ein neubeschafftes TSF wurde 1974 dem Löschzug I übergeben und dient somit zur wirkungsvollen Bereicherung dieses Löschzuges. Jürgen Stolzenberger wurde am 10.12.1976 zum Mannschaftssprecher ernannt.

Auf einem neuen  Grundstück begann 1977 der Bau eines Gerätehauses für den Löschzug I und den Löschzug 2 . Die Vorplanung  zu Ende des Jahres 1976 trug den Erfordernissen beider Züge Rechung .
Vier Stellplätze und darrüberliegend Unterrichtsraum, Teeküche, Lehrmittelraum, Lagerraum und selbstverständlich auch die sanitären Einrichtungen entsprechen  in jeder Weise den Anforderungen. Für die Errichtung des Feuerhauses der Löschzüge Stadtmitte und Grombühl an der Ständerbühlstraße sind die Planungen abgeschlossen und die Mittel bereitgestellt. Mit dem Bau wird in nächster Zeit begonnen (Kosten ca. 1 Mio DM)

Das Feuerwehrgerätehaus Stadtmitte/Grombühl steht im Rohbau und ist im Laufe des Jahres 1979 bezugsfertig. Kosten nun ca. 1.1 Mio. DM

Die neu angeschaffte Standarte wurde am 25. Mai in der Heilig-Geist-Kirche in der Dürrbachau in einem Festgottesdienst von Pfarrer Günter Schubert geweiht.

Die Patenschaft hatte die Freiwillige Feuerwehr Himmelstadt unter Ihrem 1. Kommandanten Walter Hilpert übernommen. Bei dem anschließenden Festabend im Pfarrheim der Kirche sprachen Stadtbrandinspektor Schott und die Löschzüge Grombühl und Zellerau Glückwünsche aus. Kassier Seuffert überbrachte Glückwünsche des in Urlaub weilenden Stadtbrandmeister Helwig und überreichte eine von diesem gestiftete Glückwunschurkunde.

Am 07. Oktober konnte das neue Feuerwehrgerätehaus Stadtmitte/Grombühl endlich festlich Eingeweiht werden.

Vom alten Gerätehaus am Schlachthof führte der Kirchzug in die Pleicher Pfarrkirche
St. Gertraud.

Hier fand unter musikalischer Gestaltung durch die Stadtkapelle Heidingsfeld ein Festgottesdienst statt.

Anschließend führte der Festzug zum neuen Gerätehaus in der Ständerbühlstraße.

Nach der Übergabe des Hauses durch Herrn Oberbürgermeister Dr. Zeitler erfolgte die ökumenische kirchliche Weihe.

Der Festakt wurde durch die Stadtkapelle Heidingsfeld musikalisch umrahmt, die auch beim anschließenden geselligen Teil unterhielt.

Eingeladen zu dieser Feier waren die Bürgermeister und Stadträte der Stadt Würzburg, Herr Kreisbrandrat Ankenbrand, der Leiter der Berufsfeuerwehr, Herr Gillig, Herr Stadtbaudirektor Christoph, der Architekt, Herr Bender, alle Züge der FFW, an der Spitze das Kommando der Wehr, die Freiwilligen Feuerwehren Lengfeld, Oberdürrbach, Rottenbauer, Unterdürrbach, Versbach, Himmelstadt und Margetshöchheim sowie Vertreter verschiedener stadtteilbezogener Vereine.

Außerdem wurde gemeinsam mit den Löschzügen Grombühl und Zellerau eine Übung auf dem Betriebsgelände der Firma Raab-Karcher im Neuen Hafen unter Einsatzbedingungen durchgeführt.

Erich Koch und Kurt Moritz wurden zu Löschmeistern ernannt.
Die Kameraden Erich Koch und Jürgen Stolzenberger konnten nach Ausbildung durch die Berufsfeuerwehr auf Kosten der Stadt Würzburg den Führerschein der Klasse II erwerben.

Stadtbrandmeister Helwig stiftete aus Anlass seiner 10 Jährigen Zugehörigkeit zur Wehr eine Tischglocke.

Es wurde eine Jugendgruppe aufgestellt. Der ehemaligen Löschzugführer Josef Endres erhielt 1983 aus der Hand von  Herrn Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeitler die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland, da er während des Zweiten Weltkrieges als Gruppenführer einen Löschzug geleitet und bedeutende Kunstschätze vor der Zerstörung gerettet hatte.


Die Chronik wurde am 25. Mai 1983 Abgeschlossen.


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1983 wurde die Chronik wieder aufgenommen, und weitergeführt.


1983 bis 1990

Mit insgesamt 69 Sicherheitswachen im Jahr 1983, die durch die Kameraden ausgeführt wurden, zeigt der Löschzug I  eine rege Wachtätigkeit bei verschiedenen Veranstaltungen.

Auch konnte der Löschzug I sein 80 jähriges Bestehen feiern.

Hierzu waren vom 17. bis 19. Juli 1983 unsere Patenwehr Himmelstadt, die Löschzüge der Stadt, das Kommando, die Berufsfeuerwehr und selbstverständlich die Bevölkerung der Stadt Würzburg geladen.

Es wurde ein Gottesdienst in der Pleicher Pfarrkirche St. Gertraud abgehalten.

Im Anschluss daran fand ein Festzug von der Kirche zum Gerätehaus statt.

Nach der Begrüßung durch den Zugführer Friedrich Metzger wurden durch verschiedene Gäste Grußworte an uns gerichtet.

Besonders erwähnen möchte ich das Grußwort des Stadtbrandmeisters Jürgen Hellwig, der uns eine von ihm verfasste Chronik zum 80 jährigen Bestehen des Löschzug I Stadtmitte überreichte.

Dank der regen Mithilfe durch die Kameraden des Löschzuges und insbesondere der Mithilfe einiger Ehegattinnen wurde das 3- tägige Fest ein voller Erfolg.

1984 wurden im Löschzug I, 10 Übungen, 17 Versammlungen mit Unterricht und 12 Kameradschaftsabende durchgeführt.

Auch in diesem Jahr war die Einsatzbereitschaft der Kameraden bei 2 Funkalarmen gefordert. Ebenso stellte der Zug wieder etliche Feuersicherheitswachen.

Bei den Übungen sind besonders die Geschicklichkeitsübung für die Fahrer, die Großübung der Gesamtwehr auf dem Unigelände am Hubland und die Nachtübung am Königswäldchen, zu der wir den LZ 2 und LZ 3 einluden, zu erwähnen.

Die erste Maiwoche stand ganz im Zeichen der Leistungsprüfung, die von 14 Kameraden mit Erfolg abgelegt wurde.

Hervorheben möchte ich noch den dreitägigen  Ausflug nach St.Egyden.
Dort wurde eine Vergleichsübung der Wehren und ein schöner Kameradschaftsabend durchgeführt. Die Planung und die Ausführung dieser Fahrt war gelungen und die mitfahrenden Kameraden denken gerne an diesen Ausflug zurück.

1985 wurden im Löschzug I, 20 Versammlungen mit Unterricht und 12 Übungen abgehalten. Die Veranstaltungen waren gut besucht und die Kameraden zeigten reges Interesse.

Besonders hervorzuheben ist die Übung über Retten und Selbstretten, bei der wir das Abseilen probten. In diesem Jahr wurden 67 Sicherheitswachen geleistet, wovon 53 im Stadttheater stattfanden.

Auch 1986 wie in den Jahren zuvor hatten die Kameraden wieder reges Interesse an den 22 abgehaltenen Versammlungen, von denen 18 mit Unterricht versehen waren. Auch an den durchgeführten 11 Übungen waren die Kameraden mit großem Eifer dabei. Außerdem nahm unser Löschzug auch an einer Großübung bei der Firma Zinnhobel und an einer Alarmübung in der Milchzentrale teil.

Um die Leistungsfähigkeit der Kameraden darzustellen, absolvierten wir im Oktober die Leistungsprüfung in verschiedenen Stufen, die von allen 19 Teilnehmern mit Bravour bestanden wurde.

1988 wurden der Löschzug I und Löschzug II in der Öffentliche Einrichtung zusammen gelegt, da die Mannschaftsstärke in den einzelnen Zügen zurück ging.

Der Kamerad Rainer Moritz tritt am 31.12.1989 als Zugführer zurück.

Als neuer Zugführer ab 01.01.1990 wird Jürgen Moritz von der Mannschaft gewählt.

Der Löschzug II Grombühl gibt zum 01.01.1990 seine Trennung vom Löschzug I Stadtmitte bekannt.

Neuer Stellvertretender Zugführer ist ab 01.01.1990 Norbert Moritz auch er wurde von der Mannschaft gewählt.

Wir besuchten diverse Feuerwehrfest im Landkreis, und führten unser Zeltlager für die Aktiven und der Jugend durch. Teilnahme an einer Fahrt nach Suhl mit der gesamten Wehr, und unser Zug führte eine Fahrt nach München durch.




1991 bis 2000

Auch das Zeltlager war wie immer ein guter Erfolg, und das Behördenhallenturnier konnte sich aus unserer Sicht sehen lassen.

Der Sport am Wochenende war nicht ganz so rege besucht, wie wir das gewohnt waren, aber dafür die Fahrt nach Österreich.

Nachdem 1992 nun in unserem Zug zwei ausgebildete Ausbilder für Truppmann und Truppführer vorhanden sind, erhöhte sich die Zahl der Ausbildungen. Es wurden 28 Versammlungen mit Unterricht nach FWDV 2/2 überwiegend vom stellvertretenden Zugführer durchgeführt.

Nach Unwettereinsätzen mussten wir feststellen, dass unser Fahrzeug (TSF), bis dato ohne Funk, nicht mehr alleine zu einen Einsatz fahren darf ( Kein Funkkontakt ). Die Einsatzdauer war enorm lange. Somit setzte ich mir zum Ziel, den Funk des TSF vom Löschzug 4, das ausgemustert wurde, für unser Fahrzeug zu erhalten. Dies war jedoch ein schwieriges Unterfangen, wie sich später herausstellte, und erst 1993 mit Erfolg gekrönt.
In diesem Jahr fanden im Löschzug I  8 Übungen und 20 Ausbildungsabende statt.

Der Löschzug wurde insgesamt vier  mal mit Funkalarm zur Wachbereitschaft ins Gerätehaus gerufen.

Mit insgesamt 69 Sicherheitswachen, die durch die Kameraden ausgeführt wurden, zeigte der Löschzug  eine rege Wachtätigkeit bei verschiedenen Veranstaltungen.

Bei der diesjährigen Weihnachtsfeier konnten sich die Kameraden und ihre Familien wieder auf ein besinnliches Weihnachten einstellen.

In diesem Jahr fand erstmals ein Sylvesterball statt, der regen Zuspruch durch die Kameraden erhielt.


Ernennungen und Beförderungen:
Kamerad Horst Novitovic´ zum Löschmeister

Nach langen Verhandlungen mit dem Kommandanten und Herrn Hench, Chef der Berufsfeuerwehr ist es gelungen das Funkgerät vom Löschzug 4 Zellerau für unser TSF zu bekommen. Somit war unser TSF wieder ein voll einsetzbares Staffelfahrzeug mit der Beladung einer Gruppe.
Am 31.12.1993 tritt Jürgen Moritz als Zugführer zurück.

Fred Koch übernahm zum 01.01.1994 das Amt als neuer Zugführer.

1994 führten wir 24 Ausbildungsabende und 13 Übungen durch sowie 13 Fahrerschulungen. Bei der Berufsfeuerwehr wurde eine Schulung über die Drehleiter und deren Besteigung durchgeführt, an der wir teilnahmen, und eine Ausbildung am Rettungszug der Deutschen Bahn AG wurde ebenfalls von uns rege angenommen.

Wir führten insgesamt 82 Sicherheitswachen durch.


Ernennungen und Beförderungen:
Kamerad Armin Vater  zum Oberlöschmeister

1995 führten wir 22 theoretische Ausbildungsabende durch, jeweils nach FWDV 2/2,
und 19 Übungen für die Gruppe und die Staffel im Löscheinsatz FWDV 3 und FWDV 4.

Zusätzlich wurden 6 Übungen am Objekt durchgeführt und eine Alarmübung.
Die Rettungszugausbildung wurde in diesem Jahr von 12 Kameraden besucht.
Wir stellten 95 Sicherheitswachen mit einer Gesamt-Stundenleistung von 453,5 Stunden
Leistungsprüfung:
10 Kameraden haben von der Stufe I bis Stufe III/5 mit Erfolg teilgenommen.

1996 hatten wir 23 Ausbildungsabende und 23 Übungen je nach FWDV 2/2 und FWDV 3 und FWDV 4 durchgeführt. Zuzüglich haben wir 5 Alarmübungen und 15 Fahrerschulungen abgehalten.


Ausbildung bei der Berufsfeuerwehr:


Rettungszugausbildung: 10 Kameraden
Atemschutzträger: 1 Kamerad
Fahrerschulung: 2 Kameraden


Wir stellten 102 Sicherheitswachen  mit einer Leistung von 405,5 Stunden.


Ehrungen und Ernennungen:
10 Jahre aktiver Dienst: Hans-Dieter Nietsch
Fred Koch zum Oberbrandmeister
Simon Kieslich zum Feuerwehrmann

1997 hatten wir 23 Ausbildungsabende mit Unterricht nach FWDV2/2 und 21 Übungen - 5 davon Alarmübungen- jeweils nach FWDV 3 ( Staffel ) und FWDV 4 ( Gruppe ) durchgeführt.

Fahrerschulungen wurden 10 durchgeführt.

5 Teilnehmer/- innen haben die Leistungsprüfung mit Erfolg abgelegt.

Die Rettungszugausbildung absolvierten 13 Kameraden .

Wir stellten 87 Sicherheitswachen mit einer Leistung vom 396,25 Stunden.


Lehrgänge an der Feuerwehrschule:
Gruppenführer: Moritz, Siegfried und Popp, Reinhold


Ehrungen und Ernennungen:
zur Oberfeuerwehrfrau: Ulrike Krank
zum Oberfeuerwehrmann: Jörg Ritzau
zum Hauptfeuerwehrmann: Ferdinand Renninger
zum Löschmeister: Siegfried Moritz und Reinhold Popp
zum Oberlöschmeister: Horst Novitovic´


Am 20.04.1998 wurde durch Koch Fred unsere heutige Jugendgruppe mit insgesamt 12 Kinder als Kinderfreizeit gegründet.
Wir führten in diesem Jahr 27 Ausbildungsabende mit Unterricht nach FWDV 2/2 sowie 15 Übungen nach FWDV 3 und FWDV 4 durch. Fahrerschulungen hatten wir 9 und 7 Alarmübungen. Die Rettungszugausbildung besuchten  9 Kameraden, und ein Kamerad besuchte einen Atemschutzlehrgang bei der Berufsfeuerwehr. 1 Kamerad wurde als Maschinist ausgebildet und 16 Kameraden/ - innen absolvierten einen Erste-Hilfe-Kurs.


Wir hielten in diesen Jahr 100 Sicherheitswachen  ab mit einer Gesamtleistung von 395,75 Stunden.


Ehrungen und Ernennungen:
20 Jahre aktiver Dienst: Ferdinand Renninger und Fred Koch

1999 führte unser Löschzug 26 Ausbildungsabende und 6 Fahrerschulungen durch, des weiteren wurden 12 Übungen und 6 Alarmübungen nach FWDV 3 und FWDV 4 durchgeführt.

Eine Alarmübung bei der Fa. Grönert in Heidingsfeld mit den Löschzügen 2, 3, 4 und 5.

Auch am Rettungszug wurden 8 Kameraden/ -innen ausgebildet. Auch die Geselligkeit kam nicht zu kurz. Wir Veranstalteten eine Faschingsfete, Faschingstreffen, Kameradschaftsabend, Ostereiersuchen, Maiwanderung, DAHW Kinderfest vor dem Dom, Motorradtour, Zeltlager, Grillen im Gerätehaus, Besuch diverser Feuerwehrfeste, Bauerntheater, Fronleichnamprozession, Ehrung im Wenzelsaal, Weihnachtsfeier, und Adventstreffen, Silvesterfeier.


Ehrungen und Ernennungen:
Stellvertretender Zugführer Norbert Moritz wurde am 28.04.1999 zum Hauptbrandmeister und Ausbildungsleiter der FF Würzburg ernannt und Gleichzeitig wurde er in das Kommando aufgenommen.

Zugführer Fred Koch zum Hauptbrandmeister
Thorsten Imhof zum Oberfeuerwehrmann

Im Jahr 2000 führten wir 80 Sicherheitswachen mit einer gesamt Stundenzahl von 335 Std. durch.

Und wurden 16 mal zu Einsätzen alarmiert

27 Ausbildungsabende 6 Fahrerschulungen und 16 Übungen nach FWDV 2/2 , FWDV 3 und FWDV 4. Eine Großübung mit der Gesamtwehr auch die Eingemeindeten Wehren haben mitgewirkt wurde mit großer Resonanz erfolgreich durchgeführt.

Es wurde auch für Geselligkeit gesorgt. DAHW – Kinderfest, Motorrattour, Feuerwehrfest Veitshöchheim, Jugendzeltlager aller Würzburger Jugendfeuerwehren, ARGE – Sitzung FF Würzburg, Festkommers LZ 3 125 Jahrfeier, Vernagthütte, Gletschertour und Besteigung der Wildspitze 3768m, Festkommers LZ2 125 Jahrfeier.

Unsere Jugendgruppe traf sich 12 mal zur Gruppenstunde, und machte bei dem Jugendzeltlager mit. Sie besuchte die Staatliche Feuerwehrschule (Übergabe der Brandschutzerziehungskoffer),




2001 bis 2004

2001 hatten wir 36 Ausbildungsabende und 13 Übungen nach FWDV 2/2 , FWDV 3 und FWDV 4 zuzüglich 2 Alarmübungen mit der Gesamtwehr durchgeführt.

Sicherheitswachen wurden 87  mit einer Stundenanzahl von 1009 Std. abgehalten und wurden 26 mal zu Einsätzen alarmiert wobei 21 mal der Tagesalarmzug alarmiert wurde.


Ernennung:

Andreas Bömmel zum Zugführer, der aber im selben Jahr aus Familiären gründen zurück trat.

2002 haben wir 37 Ausbildungsabende, 10 Übungen, 2 Alarmübungen / Übung am Objekt nach FWDV 2/2 , FWDV 3 und FWDV 4 und 2 Fahrerschulungen durchgeführt. Die Geselligkeit kam in diesem Jahr auch nicht zu kurz. Das DAHW – Kinderfest. Vorbesprechungen für die 100 Jahr Feier. Ehrung im Rathaus Wenzelsaal.

Es wurden 84 Sicherheitswachen mit einer Stundenanzahl von 1038 Std. abgehalten. Zu Einsätzen wurden wir 31 mal gerufen wobei 14 mal der Tagesalarmzug alarmiert wurde

Ausbildung bei der Berufsfeuerwehr
8 Kameraden Rettungszugausbildung, Druckbelüftung Theorie und Praktisch.

Ausbildung Freiwillige Feuerwehr der Stadt Würzburg


Truppmann Teil I:
Sebastian Hämmerling
Christian Höhn
Steffen Moritz


Ehrung und Ernennungen:
Zum Feuerwehrmann Sebastian Hämmerling, Christian Höhn und Steffen Moritz
Zum Oberfeuerwehrmann Daniel Schweizer der auch von der Mannschaft zu Zugführer gewählt wurde.


100 Jahre Freiwillige Feuerwehr der
Stadt Würzburg Löschzug I

   

Am 19.09.2003 feierten wir unser 100 jähriges Bestehen, mit einem Festkommers der an Freitag, den 19.09.2003 um 19:00 Uhr mit einem Gottesdienst in der Kapelle des Bürgerspitales statt fand.

Anschließend trafen wir uns im Turmkeller des Bürgerspitales bei einem gemütlichen Beisammensein mit Begrüßung des Zugführers Daniel Schweizer, einige Gastredner und natürlich eine Rede durch unsere Oberbürgermeisterin Pia Beckmann.

Am Samstag gab es eine große Fahrzeugschau am unteren Marktplatz in der Innenstadt.

In diesem Jahr hatten wir 37 Ausbildungsabende, 5 Übungen, 1 Alarmübung / Übung am Objekt nach FWDV 2/2 , FWDV 3 und FWDV 4 durchgeführt.

Einige Veranstaltungen und das DAHW – Kinderfest.

2004 gab es eine große Renovierung unseres Feuerwehrgerätehauses mit Fahrzeughalle die sich über einige Wochen erstreckte.

Auch in diesen Jahr hatten wir wieder einen Zugführerwechsel. Neuer Zugführer wurde Norbert Moritz der mehr als 14 Jahre als stellvertretender Zugführer in unserem Zug tätig war und an seiner rechten Seite wurde Florian Ehmann als stellvertretender Zugführer von der Mannschaft gewählt.


Überarbeitet von Rainer u. Jürgen Moritz

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